Die MitarbeiterInnen des Vereins OASE fühlen sich einem humanistischen Gedankengut verpflichtet, das für die Begegnung von Person zu Person wesentliche Haltungen wie Akzeptanz, Wertschätzung, Gewaltfreiheit, Kooperation und Demokratiebewusstsein einfordert.
 
Pädagogische Zielvorstellungen beziehen sich auf die Erreichung einer größtmöglichen Mündigkeit, worunter die entwickelte Fähigkeit zum selbstständigen und besonnenen Handeln sowie zum Verantworten dieses Handelns verstanden wird.
Auf die reale Lebenssituation bezogen bedeutet dies, unsere Interventionen so zu setzen, dass unser Klientel (damit ist neben den Minderjährigen auch das jeweilige Familiensystem gemeint) sich möglichst von unserer Hilfe emanzipieren kann.
Dies wird umso eher möglich sein, je mehr es uns gelingt, durch eine Vielzahl von Intensivmaßnahmen (sozialpädagogische Alltagsstrukturierung, therapeutische Unterstützung, sozialtherapeutische und sozialpsychiatrische Interventionen im Feld) bei den Betreuten möglichst gesellschaftlich erwünschte (oder zumindest tolerierte) und nachhaltige Lebensbewältigungsstrategien zu etablieren.
Gelernt und eingeübt werden diese Bewältigungsstrategien in unterschiedlich akzentuierten Einrichtungen des Vereins OASE, die ihre Angebote möglichst nach den Bedürfnissen der KlientInnen ausrichten. (KlientInnen sind Kinder und Jugendliche sowie deren Obsorgeberechtigte, natürlich aber auch die SozialarbeiterInnen und RegionalleiterInnen und VertreterInnen sonstiger behördlicher Instanzen.)
Je nach Einzelfall liegt die Priorität bei Rückführung in das Familiensystem, in die Verselbstständigung oder der Weitervermittlung an Folgeeinrichtungen.